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Johanniskirche

Ev. Johanniskirchengemeinde Bonn-Duisdorf

Pfingstnovene 2018 am Hardtberg

Unsichtbares sehen

Die diesjährige Pfingstnovene beginnt am Freitag, 11. Mai und endet am Samstag, 19. Mai.

Ich glaube nur, was ich sehe … sagen Menschen, die ohne Gott ihr Leben leben. Das geht auch, sagen sie, wenn man sich auf das Hier und Jetzt und auf die materiellen Dinge konzentriert, die man sehen, fühlen, hören, schmecken und riechen kann.

Nicht nur Philosophen wissen, dass die Sinne täuschen können. Keiner hat das so präzise beschrieben wie René Descartes (1596-1650), der den Rationalismus begründete mit dem Satz: Ich denke, also bin ich (cogito ergo sum). Die Sinne können nicht nur täuschen, sie verhaften uns zugleich an der Oberfläche. In dieser Pfingstnovene möchten wir uns deshalb dem Unsichtbaren hinter den Dingen widmen. Hinter der Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, vermuten wir Christ_innen eine schaffende Hand Gottes. In allem Lebendigen den belebenden Atem Gottes, der uns sinnlich-geistlich in Bewegung bringt. Wir glauben, dass eine christliche Gemeinde (die Kirche) nicht nur eine Versammlung von Menschen ist, sondern sich einem Akt des Heiligen Geistes verdankt. Das ist ihr Geheimnis. Und dieses Geheimnis wirkt auch in unseren Lebensbezügen. Darum möchten wir uns auf das Unsichtbare konzentrieren und uns empfindlich machen für seine Wirkung in der Welt, in der Kirche und in uns selbst.

An neun Tagen vor dem Pfingstfest treffen sich evangelische und katholische Christen in den Kirchen unseres Bereiches zum Gebet um den Heiligen Geist. Wir kommen vom 11. bis 19. Mai zu kurzen Abendandachten zusammen, um uns auf das Pfingstfest, die Ausgießung des Heiligen Geistes, vorzubereiten:
Unsere Söhne und Töchter sollen weissagen, unsere Jugendlichen und alten Leute sollen Visionen haben … (Joel 3).

Die etwa 30-minütigen Andachten beginnen jeweils um 19.00 Uhr:

  • Freitag, 11. Mai in Matthäi:

    Gott als Geheimnis

  • Samstag, 12. Mai in St. Rochus:

    Geheimnis der Schöpfung

  • Sonntag, 13. Mai in St. Augustinus:

    Geheimnis Mensch

  • Montag, 14. Mai im Malteserkrankenhaus:

    Geheimnis der Sünde

  • Dienstag, 15. Mai in Johannis:

    Geheimnis der Liebe

  • Mittwoch, 16. Mai in St. Edith Stein:

    Geheimnis der Begegnung

  • Donnerstag, 17. Mai in St. Markus:

    Geheimnis des Leidens

  • Freitag, 18. Mai in Emmaus:

    mit Agapemahl

  • Samstag, 19. Mai im Martin-Bucer-Haus:

    Geheimnis des Lebens

Zwei Lieder kommen in jeder Pfingstnovenenandacht vor:
Gott gab uns Atem, damit wir leben …
Atme in uns, heiliger Geist …

Geschrieben von Bärbel Goddon am 07. Mai 2018

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